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Bad Muskau

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Bad MuskauIn der Neißeaue von Bad Muskau, an der polnischen Grenze, liegt dieser klassische Landschaftspark. Hermann Fürst von Pückler-Muskau begann 1815 mit der Anlage des Parks, den der Gartenbauarchitekt C. E. Petzold vollendete. Bis zum Verkauf der Standesherrschaft im Jahre 1845 wohnte Pückler in Muskau.
Zwei Drittel des Parkes mit einer Fläche von 545 ha sowie 55 km Parkwegen befinden sich heute, getrennt durch den Grenzfluß Neiße, auf dem Gebiet des Nachbarlandes Polen.
Rund 27 Kilometer Wanderwege führen Spaziergänger durch eine weiträumige Landschaft mit bis zu 200 Jahren alten Platanen, Rotbuchen, Linden und anderen Laubbäumen. Einen besonders schönen Blick in die Weite des Parks hat man von der Karpfenbrücke.
Das Alte Schloß, ein historisch wertvoller Renaissancebau, wurde völlig zerstört und bis 1980 wieder aufgebaut.
Das Neue Schloß, 1945 durch einen Brand zerstört, ist als Ruine zu besichtigen.
Aus der ehemaligen Schloßgärtnerei, unweit der Schloßruine, entstand das Tropenhaus. Mit seinen Pflanzen aus aller Welt ist es ein Anziehungspunkt für die Besucher. In der Parkanlage auf deutscher Seite verdienen das alte Schloss aus dem 14. Jahrhundert, die Bergkirche (Ende des 18. Jahrhunderts) und die Orangerie, 1840 nach einem Plan von Gottfried Semper errichtet, besondere Beachtung.
Die Parkanlage steht auf der Denkmalliste der UNESCO.

Das Alte Schloß

Bad Muskau Altes Schloss

Die Geschichte des Alten Schlosses, welches im 14. Jahrhundert erbaut wurde, ist nur wenig dokumentiert. Bis zur Errichtung des Neuen Schlosses diente es vorwiegend deutschen Rittern zur "Befriedung der unterworfenen Slawen". Später erfüllte es die Funktion eines Verwaltungsgebäudes bis zur Evakuierung im Februar 1945. Durch Kampfhandlungen bis auf die Umfassungsmauern zerstört, wurde es in den Jahren 1865-1980 wieder aufgebaut und beherbergt seitdem das Stadtmuseum, die Stadtbibliothek, ein Weinrestaurant, einen Konzertsaal sowie das Standesamt von Bad Muskau. Angeschlossen ist die Orangerie, die den Austragungsort verschiedener Veranstaltungen bildet.

Das Neue Schloß

Erbaut um 1530 erfuhr das Neue Schloß in der Folgezeit eine sehr turbulente Entwicklung. Wechselnde Besitzer und Zerstörungen, sei es durch einen Brand am Weihnachtsabend 1586 oder durch schwedische Soldaten im Jahre 1643, prägten die Anfangsjahre des Gebäudes. Der zwischenzeitlichen Wiederherstellung um 1590 folgte der Aufbau der Anlage 1645 unter Verwendung der alten Fundamente. In diesem Stadium übernahm Graf von Pückler, welchem 1822 der Bad Muskau Neues SchlossFürstentitel verliehen wurde, das Schloß und gestaltete den umliegenden Landschaftspark. Die Befestigungen wurden abgetragen und die Schloßrampe entstand. 1863 bis 1866 wurde das Neue Schloß im Neorenaissancestil umgestaltet und war im folgenden bis 1945 im Besitz derer von Arnim.
Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloß durch Brandstiftung bis auf die Grundmauern zerstört. Erst 1991, nach Überführung des Landschaftsparks mit den dazugehörigen Bauten in den Besitz des Freistaates Sachsen, begann man mit der Sanierung und dem Wiederaufbau. Die Arbeiten dauern bis heute an.

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