Sinn für Natur und Stil hatte er, der sächsische Kurfürst Johann Georg II., als er 1676 den Entschluss fasste, in einiger Entfernung von der Residenzstadt einen neuen kurfürstlichen Park anzulegen. Bereits der erste Gartenplan sah als Mittelpunkt ein Palais vor, das dem wettinischen Hof zunächst als Stätte für Spiele, Theater und Jagdessen diente. Die erste Gartenplanung von Martin Göttler wurde seit 1683 durch Johann Friedrich Karcher stark verändert und hat erst um 1718 ihre endgültige Gestalt erhalten. Der ursprünglich im Stil der Renaissance konzipierte Garten wurde in den folgenden Jahrhunderten durch verschiedene Landschaftsarchitekten beeinflusst. So findet man heute - neben einem Landschaftspark im englischen Stil - einen barocken Lustgarten in französischer Manier, in dessen Mitte das "Palais im Großen Garten" steht, vor. Dieses imponierende Gebäude,1678-83 von Johann Georg Starcke in Anlehnung an französische Vorbilder errichtet, ist das erste Bauwerk des sächsichen Barock.Auf der Ostseite erstreckt sich vor dem Palais ein großes Wasserbecken, die Westseite schmückte einst ein Broderieparterre.
Das Palais ist von acht Kavalierhäuschen, die 1694 vermutlich ebenfalls von Starcke erbaut wurden, gefasst. Sechs sind wieder aufgebaut worden.Beachtung verdienen auch die zahlreichen barocken Gartenplastiken. Der Mosaikbrunnen von Hans Poelzig entstand 1926.
In Dresdens größter, schönster und ältester Parkanlage gibt es Wege von 34 km Länge. Wer nicht mehr laufen möchte, lässt sich von der Parkeisenbahn 5,6 km durch den Großen Garten fahren.
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