Mitteldeutsche Straße der Braunkohle
Die Mitteldeutsche Straße der Braunkohle verläuft mit ihrer Hauptroute vom Bergwitzsee bei Kemberg über Gräfenhainichen, Bitterfeld und Delitzsch nach Leipzig, weiter über Borna und Altenburg, Zeitz und Weißenfels zum Geiseltal und endet in Halle. Sie verbindet damit als länderübergreifende "Touristische Straße" ca. 70 Sachzeugen der Braunkohlenförderung und -verarbeitung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Objektpalette reicht von Aussichtpunkten an aktiven Bergbaustätten über Veredlungsanlagen, Museen zur Thematik, Gedenksteinen devastierter Orte bis zu neu entstandenen Seen für Tourismus und Naherholung. Regionalrouten und Abstecher ergänzen das Konzept und erschließen Sehenswertes außerhalb der touristischen Brennpunkte. Zur Straße der Braunkohle, deren Verlauf in ein überaus reiches kulturhistorisches Umfeld eingebettet ist, zählen aktuell 70 größere und insgesamt über 200 Bergbau-Sachzeugen vom Bagger bis zum Gedenkstein, die thematisch folgenden Komplexen angehören: Technik/Industriearchitektur (Tagebau-Großgeräte, Kraftwerke, Brikettfabriken, Bahnanlagen) Natur und Landschaft (geologische Aufschlüsse, Naturrefugien) Bildung (Museen, Dauerausstellungen, Lehrpfade, Aussichtspunkte) Siedlung (Archäologie, Bergharbeitersiedlungen, Gedenksteine, Umsiedlung) Sport, Freizeit, Erholung (Wassersport, Camping, Kohlebahn) Wasser (neue Seen, Stauanlagen, verlegte Flüsse, Gewässerverbunde) Bedingt durch den fortschreitenden Braunkohlenbergbau und die Ergebnisse der Sanierung befindet sich eine der größten "Landschaftsbaustellen" unseres Kontinents noch auf absehbare Zeit im Wandel, was stets Neuentdeckungen verspricht. Die zahlreichen Mitglieder und Freunde unseres Dachvereins sind seit 1996 ihrem Hauptanliegen verpflichtet, die vielfältigen Hinterlassenschaften der Braunkohlenindustrie in Mitteldeutschland für Einheimische und Gäste zugänglich zu machen
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