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Freitag, den 14. November 2008 um 21:12 Uhr

Voigtsberger Burganlage gerettet

Das Schloss ist gerettet" - mit diesen Worten zog die Oelsnitzer Oberbürgermeisterin Eva-Maria Möbius (CDU) am Freitagabend einen Schlussstrich unter das jahrelange Ringen um den Erhalt der aus dem Mittelalter stammenden Voigtsberger Burganlage. Alle Innenräume des riesigen Baus sind fertig, 10,5 Millionen Euro investiert. Was in Zusammenarbeit vieler entstanden ist, davon sollen sich nächsten Samstag auch die Oelsnitzer überzeugen können. Von 9 bis 11 Uhr gibt es einen Tag der offenen Tür. Trist, traurig und baufällig war das Schloss gewesen, als 1991 erste Sicherungsarbeiten an Dächern und Gebäudestatik im Altteil begannen. Bis 1999 wurden schon eine Million Euro verbaut, ohne dass der Durchbruch für die künftige Nutzung erzielt war, trotz der guten Ideen, welche die zwischenzeitlich einberufene Schlosskonferenz lieferte. "Ein echtes Sorgenkind" sei der Bau gewesen, erinnert sich Möbius. Erst die Aufnahme in das Programm städtebaulicher Denkmalschutz 2001 und im gleichen Jahr die Entscheidung des Kreises, sein Archiv auf dem Schloss zu zentralisieren, gaben die erhoffte Perspektive. Bis 2005 wurden die früheren Gefängnisgebäude zum Archiv umgebaut. Ab 2002 ging die Sanierung des Altteils weiter, und seit drei Jahren wurden die jetzt fertigen Räume in ehemaligen Polyka und Torhaus für das künftige Teppichmuseum sowie die Gaststätte und das Domizil des Historischen Kostümverleihs umgebaut. Spätestens im Januar beginnt die Kultur und Stadtmarketing GmbH mit der Gestaltung der Zimmer des Teppichmuseums und der künftigen Illustratorenschau im Altteil. Für 2009 ist die Sanierung der Bastionen geplant, bevor ein letzter, schwieriger Abschnitt ansteht: Die Sanierung des Bergfrieds
Veröffentlicht in Historisches aus Sachsen
Donnerstag, den 13. November 2008 um 14:59 Uhr

Senation in Zittau

„Diese Wandmalerei ist eine Sensation“, sagt Marius Winzeler, Direktor der Zittauer Städtischen Museen. In ganz Deutschland gebe es keine vergleichbare Darstellung aus dem 15.Jahrhundert. Das mittelalterliche Bild eines Jungbrunnens – Spiegel sinnenfreudiger Lustbarkeit – wurde im Sommer 2007 bei Restaurierungsarbeiten in einer Mönchszelle des früheren Franziskanerklosters, heute Stadtmuseum, entdeckt.

Die Dresdener Restauratoren Elke Schirmer und Oliver Ander legen seit Ende September das Werk Stück für Stück unter dicken Farbschichten frei. Bis zum kommenden Frühjahr werden die Restauratoren zu tun haben, um weitere Details zum Vorschein zu bringen. 26000 Euro sind für die Restaurierung veranschlagt. Das Geld dafür kommt von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.

Parallel dazu wird geforscht. Fest steht, dass das Bild zwischen 1470 und 1490 entstanden sein muss – in einer Zeit, in der auch das große Zittauer Fastentuch gemalt wurde, und in der die Zittauer Franziskaner mehrfach wegen ihres umstrittenen Lebenswandels von sich reden gemacht hatten
Veröffentlicht in Historisches aus Sachsen
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