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Das Logistikdrehkreuz der Posttochter DHL am Airport Leipzig-Halle setzt weiter auf Wachstum. Die ursprünglich bis 2012 geplanten 3.500 Mitarbeiter halte er weiterhin für realistisch, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Eric Malitzke, am Montag. „Und auch das muss noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.“

Seit der Eröffnung im Jahr 2008 mit 2.000 Mitarbeitern ist die Zahl bisher um weitere 1.000 Beschäftigte gestiegen. Am Montag begrüßte Malitzke die 3.000. Mitarbeiterin. Von Leipzig-Halle aus transportieren täglich bis zu 60 Flugzeuge Fracht zu weltweit 50 Zielen
Veröffentlicht in Wirtschaft in Sachsen
Sonntag, den 07. August 2011 um 21:00 Uhr

Zahlreiche Bewerber für neue BMW-Jobs in Leipzig

Die Ausschreibung der ersten 100 Jobs für die Erweiterung des BMW-Werkes in Leipzig ist auf breite Resonanz gestoßen. „Wir sind sehr zufrieden, es ist schon eine große Anzahl von Bewerbungen eingegangen“, sagte der Sprecher des Werkes Leipzig, Jochen Müller der Nachrichtenagentur dpa am Montag.

Genaue Zahlen nannte er nicht. Ab 2013 werden in Leipzig das vollelektrische Auto i3 und der Hybrid-Sportwagen i8 in Serie gefertigt. Dafür investiert der Münchner Autobauer 400 Millionen Euro und schafft 800 Arbeitsplätze. Am Freitag hatte BMW die Modelle erstmals in Frankfurt/Main vorgestellt.

In der zweiten Jahreshälfte beginne in Leipzig die Produktion einer Elektrovariante des 1er BMW, hieß es. Geplant sei eine limitierte Auflage von 1.000 Autos, die weltweit in großen Metropolen von den Kunden getestet werden sollen. Nach dem Ende der Werksferien rollen in Leipzig vom kommenden Montag an wieder zwischen 700 und 740 Autos vom Band. Derzeit laufen erste Vorbereitung und Umbauten für die Produktion der neuen 1er-Generation ab Anfang 2012.
Veröffentlicht in Wirtschaft in Sachsen
Montag, den 15. August 2011 um 20:34 Uhr

Oldtimer-Rallye von Dresden nach Leipzig

Zehntausende werden wieder die Straßen säumen, um das rollende Automobilmuseum zu bestaunen. „181 Old- und Youngtimer von 43 Marken gehen an den Start“, sagt Organisationschef Harald Koepke von der Motor Presse Stuttgart, die die Rallye „Sachsen Classic“ organisiert.

Steimle fährt mit Hübchen

Der Laurin & Klement und ein Bentley sind zwar die ältesten Fahrzeuge. „Doch die ersten sieben Startnummern haben wir für den Automobil-Adel Sachsens reserviert“, sagt Koepke: drei Modelle von Horch aus den Jahren 1935 bis 1939 und vier von Wanderer.

Nur einige wenige Fahrzeuge stammen aus Museen. Die meisten gehören Liebhabern und Sammlern – darunter jede Menge Prominente. Ex-Volkswagenchef Carl Hahn, der VW nach Sachsen gebracht hat, tritt in einem Karmann Ghia Baujahr 1969 an. Sponsor Sachsenbank startet gleich mit zehn Autos – Vorstand Andreas Fohrmann zum Beispiel in einem Citroen DS 21 Pallas. Aus dem Sport fahren unter anderen Ex-Fußballtrainer Ede Geyer, Olympia-Sieger Lars Riedel und Motorsportler wie Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und Dieter Quester mit. Schauspieler Uwe Steimle nimmt in seinem Skoda Baujahr 1960 seinen Kollegen Henri Hübchen mit. Und Prinz Rüdiger von Sachsen, Urenkel des letzten Königs, lässt sich im Mercedes SL von seinem Sohn begleiten.

Höhepunkt Erzgebirgsring

Das jüngste Auto – ein knallroter Honda NSX vom ADAC-Team Sachsen – ist erst zwanzig Jahre alt. „Wir wollen die Vielfalt der Automobilgeschichte zeigen“, sagt Organisator Koepke. Auf die Motorleistung der Wagen komme es ohnehin nicht an. Denn bei dieser Rallye gehe es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Präzision. Die Fahrer müssen auf den 638 Kilometern insgesamt 44 Kontrollen und Prüfungen bestehen. In Königshain zum Beispiel sind 150 Meter in genau 0,25 Minuten zu passieren. Pech halt, wer in der Hektik übersieht, dass umgerechnet 15 Sekunden gemeint sind.

Koepke ist alle drei Etappen bereits abgefahren und schwärmt von prächtigen Alleen und Schlössern entlang der Strecke. „Ein Höhepunkt der ersten Etappe am Donnerstag ist der Erzgebirgsring Lichtenberg“, sagt er. Die kleine Rennstrecke entstand aus einer Go-Kart-Bahn und wird von jedem Auto dreimal umrundet. Da die Fahrzeuge in Dresden im Abstand von einer halben Minute starten, dauert es an der Strecke etwa anderthalb Stunden, bis alle Oldtimer durch sind. Am ersten Tag fahren zudem noch 30 historische Motorräder vorweg. Größere Straßensperrungen soll es deshalb aber nicht geben

Veröffentlicht in Aus dem Freistaat
Sonntag, den 07. August 2011 um 21:05 Uhr

Diskussion um sächsische Flughäfen

Der Leipziger Europaabgeordnete Hermann Winkler (CDU) hat seinen umstrittenen Vorstoß zur Zukunft der sächsischen Flughäfen verteidigt. „Ich habe die Schwarze-Peter-Karte in die Hand genommen“, sagte der CDU-Kreisvorsitzende der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Medien hatten berichtet, Winkler schlage die Schließung des Flughafens Dresden vor. In Europa herrsche ein knallharter Konkurrenzkampf. „Mitteldeutschland muss aufpassen, dass es im Rennen bleibt“, sagte Winkler.

Der neue Flughafen BBI in Berlin und der Flughafen Prag werden den sächsischen Flughäfen Konkurrenz machen, sagte Winkler. Er wolle deshalb eine Diskussion anstoßen, was auf längere Sicht passieren solle. Die Frage sei, ob sich Sachsen mit Auslaufen des Solidarpaktes II noch zwei Flughäfen so nahe beieinander leisten könne. Wegen des Luftfrachtdrehkreuzes am Airport Leipzig/Halle wäre die Konzentration auf Leipzig nur logisch.

Das sächsische Finanzministerium und die Airport-Holding erteilten dem Vorstoß eine Absage. Der Entwicklung der Flughäfen liege eine langfristige Strategie zugrunde. In Leipzig/Halle seien bisher 1,5 Milliarden Euro und in Dresden 500 Millionen Euro investiert worden. „Und das aus dem gutem Grund, weil beides wichtige Wirtschaftsstandorte sind, die eine gute und leistungsfähige infrastrukturelle Anbindung brauchen“, sagte Ministeriumssprecher Stephan Gößl. „Man fragt ja auch nicht, warum es zwei Hauptbahnhöfe gibt.“

Der Sprecher der Holding, Robert Hesse, betonte, beide Flughäfen würden markt- und bedarfsgerecht entwickelt. „Wir sorgen dafür, dass es zwischen den beiden Flughäfen keinen ruinösen Wettbewerb gibt.“
Veröffentlicht in Wirtschaft in Sachsen
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