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Kunst und Kultur in Sachsen

Kunst und Kultur in Sachsen

Kunst und Kultur in Sachsen (5)

Montag, den 15. August 2011 um 20:30 Uhr

Fritz von Uhde - Nach Wolkenburg nun auch in Zwickau

Geschrieben von Administrator

Schlangestehen für die Kunst: Zwickau hat seine Kunstsammlungen wieder und startet mit einer Schau des bekannten Impressionisten Fritz von Uhde. „Der Andrang ist sehr groß“, sagte Museumssprecherin Karin Karohl kurz nach Wiedereröffnung des Hauses am Sonntag. Von Uhde (1848-1911), der auf Schloss Wolkenburg unweit von Zwickau geboren wurde, zählt zu den bekannten Malern des Realismus und Impressionismus.

Wegen eines Wasserschadens hatte sich die Eröffnung verzögert, fast zehn Monate mussten die Kunstfreunde warten. Der Nordflügel bleibt noch bis November geschlossen. Dort war im Januar Wasser eingesickert, die Kosten allein für diesen Teil werden auf rund eine Million Euro veranschlagt. Die jetzt geöffneten Räume wurden mit einem Aufwand von etwa 800.000 Euro renoviert - etwa 300.000 Euro davon stammten aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.

Auch wenn es im Nordflügel mit seinem Notdach derzeit noch dunkel ist, geht es bei der ersten Exposition der Kunstsammlungen im neuen Ambiente um die „Göttlichkeit des Lichts“. Die gleichnamige Sonderausstellung ist von Uhde gewidmet und erinnert an seinen 100. Todestag in diesem Jahr.

Neben Max Liebermann, Gotthard Kuehl, Lovis Corinth und Max Slevogt wird er zu den fünf Klassikern der impressionistischen Malerei in Deutschland gerechnet. Seine Werke waren bisher nur selten in Einzelausstellungen zu sehen. 1911 gab es in München eine Nachlass-Ausstellung. 1998/1999 wurde in Bremen, Leipzig und München die Schau „Fritz von Uhde. Vom Realismus zum Impressionismus“ gezeigt.

Dem Mangel an öffentlicher Präsentation von Uhde-Malerei wollen die Zwickauer nun abhelfen. Für ihre Erstlingsausstellung haben sie sich bis zum 6. November 185 Werke aus Privatbesitz und öffentlichen Sammlungen aus Bautzen, Chemnitz, Dresden, Greifswald, Hannover, Leipzig und Wuppertal ausgeliehen.

Das Museum in Zwickau wurde 1914 eröffnet. Es besitzt unter anderem sakrale Skulpturen und eine Gemäldesammlung mit Werken vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Glanzlicht ist ein Raum mit Bildern des Brücke-Künstlers und gebürtigen Zwickauers Max Pechstein (1881-1955). Zum Bestand gehören mehr als 1000 Gemälde, etwa 30.000 Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken und Fotos sowie 500 Skulpturen. Pro Jahr kommen rund 10.000 Besucher in die Ausstellungen

Donnerstag, den 26. Februar 2009 um 20:05 Uhr

Kopie des Turiner Grabtuchs in Zittau

Geschrieben von Administrator
Die Zittauer Pfarrei "Mariä Heimsuchung" hat für 1200 Euro eine Kopie des sogenannten Turiner Grabtuchs erworben. Außer diesem Exemplar gebe es lediglich zwei weitere Kopien, eine im Turiner Dom, wo sich auch das Original befindet, und eine in einem Benediktinerstift im österreichischen Göttweig, teilte das Bistum Dresden-Meißen am Donnerstag mit. Das Tuch soll am Sonntag von dem ehemaligen Dresdner Weihbischof Georg Weinhold gesegnet werden. Finanziert wurde der Kauf den Angaben nach durch Spenden des Bonifatiuswerks der Deutschen Katholiken im Bistum Dresden-Meißen und der Zittauer Pfarrei. Die Grabtuch-Kopie soll von Sonntag an bis zum Karfreitag den Hochaltar der Zittauer Pfarrkirche verhüllen.
Dienstag, den 14. Oktober 2008 um 10:09 Uhr

"Echt gefälscht"

Geschrieben von Administrator
Die Schau zu Marken- und Produktpiraterie soll vor allem Verbrauchern die Augen öffnen. „Dreiste Fälschungen von Markenprodukten bescheren der einheimischen Textilbranche jährlich Verluste von fünf Millionen Euro, kosten 120 Arbeitsplätze“, sagt der Verbands-Chef der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Bertram Höfer. So wird Bekleidungsdamast der Curt Bauer GmbH Aue in China munter nachgemacht. Die OP-Kittel von Güldi-Moden Limbach-Oberfrohna wurden blitzschnell in Thailand kopiert. „Da liegen nur 14 Tage einer Präsentationsreise dazwischen“, sagt Gesellschafter Wolf Heindorf und erklärt, wann sich das Plagiat outet. „Nach der ersten Wäsche ist der ganze Zauber flöten.“

Das Design von Plauener Spitze und des Damastgewebes der Ertex Jacquard Rodewisch war auf der Messe unbemerkt fotografiert worden. Nur wenig später boten es asiatische Händler an. Die Plauener Spinnhütte stieß auf der Intertextil in Shanghai auf die Entwicklung ihres eigenen Hauses. Gefälschte Socken der Falke Strumpffabrik Zwönitz tauchten bei einem deutschen Diskounter auf.

Wie rasend schnell die Fälscher am Werk sind, zeigt das Beispiel des Profi-Fußballershirts des FC Erzgebirge Aue. Das wird von Puma in Thailand hergestellt und kostet 49,99 Euro. „Die Farbe war noch nicht trocken, da gab’s das Plagiat für fünf Euro schon auf jedem Vietnamesenmarkt“, sagt Egon Leistner, Chef der DLG Textil mbH Chemnitz.

„Eine Sympatex-Jacke für 50 Euro ist eindeutig eine Fälschung“, macht Leistner deutlich, woran man am ehesten ein Plagiat erkennt: am Preis. Er sieht derzeit nur eine Möglichkeit, sich gegen Fälschungen zu wehren: „Wir müssen schnell sein und ständig erneuern.“

„Echt gefälscht“ ist in Dresden bis Mittwoch (9 bis 16 Uhr) im Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft (Rudolf-Walther-Straße 4, nahe Möbel-Höffner) zu sehen.
Donnerstag, den 09. Oktober 2008 um 23:48 Uhr

Ausstellung „terra mineralia“

Geschrieben von Administrator
Für die Gestaltung der außergewöhnlichen Mineraliensammlung - von Fachleuten als nahezu einzigartig eingeschätzt - läuft der Countdown. „Sie besticht durch ihre faszinierende Qualität und ihre ästhetische Wirkung“, sagte Prof. Gerhard Heide, Direktor der Sammlung, am Montag auf einem Pressetag. 140 Vitrinen müssen in den nächsten Tagen eingeräumt werden.

Die mehr als 5000 Minerale, Edelsteine und Meteoriten wurden in 60 Jahren von der in der Schweiz lebenden und aus Sachsen stammenden Unternehmerin Erika Pohl zusammengetragen. Als Stiftungssammlung wurde sie der Technischen Universität Bergakademie Freiberg zur Verfügung gestellt. „Einzige Bedingung: sie sollte der Öffentlichkeit zugänglich sein und als Sammlung erhalten bleiben“, sagte Heide.

Passend zu dem Wert - auf Wunsch der Stifterin wird er nicht genau angegeben, Fachleute sprechen aber von einer Millionensumme - wurden ansprechende Räume im Schloss Freudenstein im Zentrum der Stadt gefunden.Mit mehreren Millionen Euro von EU, Land und Bund wurde das aus dem Mittelalter stammende Bauwerk hergerichtet. Es entstanden unter anderem 1500 Quadratmeter modernste Ausstellungsfläche. Daneben ist in den Räumen auch das Bergarchiv mit Dokumenten zu sechs Jahrhunderten Bergbaugeschichte Sachsens untergekommen.

Die Ausstellung mit dem Namen „terra mineralia“ repräsentiert laut Heide mehrere Milliarden Erdgeschichte. Sie sei wie eine Datenbank. Alle Kontinente bis auf die Antarktis sind vertreten. Die Stücke seien von großer optischer Wirkung. „Kristalle in derartiger Perfektion natürlich gewachsen sind kaum ein zweites Mal zu finden“, schwärmte er. Die Ausstellung werde ein Besuchermagnet, zeigte er sich sicher. Die zum Teil einzigartigen Stücke bieten aber auch der Wissenschaft viele Möglichkeiten. „Das hilft uns bei der Erforschung der Erde und gibt Hinweise auf das Wachsen von Mineralien.“ Interessant sei das unter anderem für die Halbleiterindustrie, wenn es um die Entstehung von Silizium gehe. Stücke der Sammlung werden aber nicht angetastet, stellte er klar.

Dem Besucher zeigen sich die wertvollen Stücke in mehr als 140 Vitrinen, durch ein ausgeklügeltes Lichtkonzept dekorativ in Szene gesetzt. „Quasi eine mineralogische Weltreise kann unternommen werden“, sagte Jutta Petzold-Herrmann, Leiterin der Sammlung. Dazu gebe es Informationen über die Eigenschaften der Stücke, Fundorte, ihre Entstehung oder die heutigeVerwendung. In einer Schatzkammer wird beispielsweise gezeigt, wie Edelsteine zu Schmuckstücken verarbeitet werden. Die Mineraliensammlung ist regulär ab 28. Oktober dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Mittwoch, den 27. Juli 2011 um 18:15 Uhr

Via-Regia-Schau droht Besucher-Flop

Geschrieben von Administrator

Die Via-Regia-Schau in Görlitz liegt mit 40.000 Besuchern hinter den Erwartungen zurück.

Über 40.000 Menschen haben bisher die Landesausstellung zur Handelsstraße Via Regia im Kaisertrutz in Görlitz gesehen. Das sind auch für Projektleiterin Bettina Probst zu wenig Besucher, wie sie gestern im Interview mit der SZ sagte. „Wir analysieren jetzt mögliche Gründe“, sagte sie.

Vor allem in den ersten Wochen hat Bettina Probst mit mehr Besuchern aus der Region und aus Polen gerechnet. Gut hingegen liefen die Gruppenanmeldungen mit Gästen aus anderen Bundesländern, sagte sie. Die Projektleiterin erwartet nach den Sommerferien wieder mehr Besucher. Schulklassen hätten sich angemeldet. Auch das Via Mobil, der bunte Van, sei weiterhin unterwegs, um für die Ausstellung zu werben.

Dennoch dürfte es unmöglich sein, die Besucherzahlen früherer sächsischer Landesausstellungen zu erreichen. Bei der ersten Schau 1998 im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau bei Kamenz sind rund 365.000 Besucher gezählt worden. Die zweite Landesausstellung 2004 in Torgau hat rund 226.000 Menschen angezogen.

Die Schau im Kaisertrutz ist seit dem 21. Mai zu sehen. Damit ist zwar noch nicht Halbzeit, aber es sind lediglich noch reichlich drei Monate bis zum Ende am 31. Oktober. Die Ausstellung im Kaisertrutz vereint rund 450 Exponate aus ganz Deutschland, Polen, der Ukraine, aus Österreich und der Schweiz. Bettina Probst hebt ein Kruzifix von Veit Stoß hervor. Dies stamme aus einem Museum im polnischen Krakow (Krakau). Dieses Exponat hätten auch die Berliner gern ausgestellt. Aber die Krakower gaben Görlitz den Vorzug.

Inzwischen ist auch Kritik an der Ausstellung laut geworden: Die Sorben seien zu wenig berücksichtigt. Mancher habe sich auch mehr zum Thema „Glaube“ gewünscht.

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