Mit 62 Prozent Wald- und Grünfläche gilt Dresden als eine der grünsten Städte Europas. Im Norden erstreckt sich die Dresdner Heide, das größte geschlossene Waldgebiet der Stadt. Im Zentrum liegt der Große Garten, eine ausgedehnte Parkanlage. Wie ein blau-grünes Band durchzieht die Elbe das Stadtgebiet, umsäumen den Fluss breite Wiesen und sanfte Weinhänge. Eine weitblickende Stadtplanung hat seit Jahrhunderten dafür Sorge getragen, dass Dresden als ein Teil der Elblandschaft wahrnehmbar ist. Kaum eine deutsche Stadt verändert derzeit ihr Gesicht so wie Dresden. Die Sächsische Landeshauptstadt entwickelt sich konsequent weiter und zählt schon jetzt wieder zu den schönsten Metropolen Europas. Dazu gehört sowohl, die durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verlorene Bausubstanz wiederzugewinnen als auch offen für Neues zu sein und moderner Architektur ihren Raum zu geben. In nur wenigen Städten liegt die Meßlatte für neues Bauen so hoch.
Die Prunkbauten des Barock wie Zwinger und Hofkirche, die reichen Sandsteinfassaden des 19. Jahrhunderts wie Semperoper, Kunstakademie und die noch erhaltenen Stadtviertel setzen Maßstäbe. Andererseits machen es das Erbe sozialistischer Stadtplanung, d.h. gleichförmige Bebauung und viele Freiflächen, in der Innenstadt heutigen Architekten auch nicht leicht. Im Spannungsfeld Dresdens zwischen High Tech und Barock sind während des Baubooms der letzten Jahre viele Gebäude entstanden Dresden bietet Sehenswertes in vielerlei Gestalt: In keiner Architekturgeschichte fehlt der Dresdner Zwinger. Frauenkirche, Semperoper und Residenzschloss prägen wie viele weitere historische Baudenkmale und Ensemble das Bild der Stadt. Die kecken Engel aus Raffaels Sixtinischer Madonna werben in aller Welt für Dresdens Kunstsammlungen. Prachtvolle Uferpromenaden, interessante Museen und Einrichtungen, technische Denkmale, liebenswerte Details – Dresden hält viele Entdeckungen für Sie bereit. Am linken Elbufer, im Scheitel eines anmutigen Flussbogens gelegen, befindet sich das historische Zentrum Dresdens. Jahrhundertelang von mächtigen Festungsmauern geschützt, entfaltete die sächsische Residenz hier Pracht und Betriebsamkeit. Noch heute bestimmen die Bauten aus Renaissance,
Barock und 19. Jahrhundert die Schauseite unserer Stadt, die Elbfront. Vom jenseitigen Ufer oder von einer der Elbbrücken aus betrachtet, zeigt sich Dresden schon auf den ersten Blick als Kulturstadt von europäischem Rang. Trotz schwerer Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg hat die Dresdner Altstadt reizvolle Ensembles bewahrt oder wiedergewonnen. Der Wiederaufbau des Stadtzentrums findet sein bekanntestes Symbol in der Dresdner Frauenkirche, jenem prachtvollen barocken Kuppelbau, der nun wieder die Dresdner Stadtsilhouette prägt. Viele wichtige Kultureinrichtungen sind entlang des Altstädter Elbufers zu finden: Von der Gemäldegalerie Alte Meister bis zur Schatzkammer der sächsischen Kurfürsten und Könige, dem Grünen Gewölbe. Die Altstadt ist gleichermaßen Zentrum des Stadtlebens: Im Sächsischen Landtag werden die Geschicke Sachsens bestimmt, im Rathaus die der Stadt. Um Altmarkt und Prager Straße finden sich Einkaufszentren und Gastronomie, Kultur und Arbeit
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Chemnitz - reizvoll am Fuße des Erzgebirges gelegen ist die drittgrößte Stadt Sachsens. Wer in die Stadt kommt, wird mit Sicherheit die großen Sehenswürdigkeiten wie sie in anderen Städten vorzufinden sind, vermissen. Doch gerade das macht den Reiz in Chemnitz aus. Die Stadt bekennt sich zu seinen Traditionen als Wirtschafts- und Industriestadt. Nicht umsonst heisst es noch heute: "In Dresden wird gefeiert, in Leipzig gehandelt und in Chemnitz gearbeitet." Kaum eine Stadt hat soviel im Bereich der Industriegeschichte zu bieten wie Chemnitz. Hervorzuheben ist dabei das Industriemuseum in den Räumlichkeiten einer ehemaligen Gießerei. Um 1165 wurde Kempnitz als königlicher Fernhandelsplatz gegründet. Die Stadt war führend in der sächsischen Textilindustrie. Die Blütezeit der Stadt begann im 13. und 14. Jahrhundert durch Handel, Handwerk und Gewerbe. Vor allem wurde mit Salz, Nahrung, Produkten der Leineweber und Tuchmacher sowie Blei- und Kupfererzen und Metallwaren gehandelt. Zur Zeit der Industriealisierung, als die Dampfmaschine ihren Siegeszug um die Welt begann, entwickelte die Stadt sich zu einem Zentrum des Maschinenbaus. Zu dieser Zeit wurde sie das Manchester Deutschlands genannt. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Innenstadt von Chemnitz fast vollständig zerstört. Heute prägen moderne Bauten das Stadtbild. In der Nähe des ältesten Wahrzeichens der Stadt, dem Roten Turm, befinden sich die beiden Rathäuser und die Stadthalle.
Im Stadtzentrum kann man ein vom russischen Künstler Lew Kerbel geschaffenes Denkmal von Karl Marx bewundern. Dessen Namen trug die Stadt von 1953-1990. Seit 1990 heißt die Stadt wieder Chemnitz. In der heutigen Zeit wird hart an der Gestaltung der Innenstadt gearbeitet. Die Errichtung einer modernen, lebensfreundlichen und einladenden City ist das Ziel. Außerdem avanciert Chemnitz zur Pilgerstätte für Kunstfreunde. Die Kunstsammlungen Chemnitz verstehen es, außergewöhnliche Projekte und Expositionen nach Chemnitz zu holen und an die Erfolge in der Epoche der Gründerjahre anzuknüpfen. Die Anfänge liegen im Jahr 1860 mit der Gründung des Kunstvereins "Kunsthütte", der ab 1866 Kunst sammelte und nicht nur Ausstellungen organisierte. Daneben begann auch später die Stadt eine Sammlung anzulegen, die örtlich und personell dem Kunstverein verbunden war. Daraus entwickelten sich die jetzigen Kunstsammlungen Chemnitz, die heute etwa 55.000 Kunstwerke aus verschiedenen Epochen und Sammlungsgebieten beherbergen. Zu finden sind die Sammlungen in dem König-Albert-Museum, einem denkmalgeschützten Gebäude am Theaterplatz. Weithin bekannt präsentiert sich die Chemnitzer Museenlandschaft. Das Schlossbergmuseum mit den Ausstellungen zur Stadtgeschichte, die Neue Sächsische Galerie, das van de Velde-Museum, das Deutsche Spielmuseum, das Eienbahnmuseum, das Naturkundemuseum mit dem versteinerten Wald, das Industriemuseum sowie das Museum für sächsische Fahrzeuge -
sie alle verfügen über wahre Schätze der Natur- und Technikgeschichte und der bildenden und angewandten Kunst und halten für jeden Geschmacketwas parat. Der Bauhaus-Architekt Henry van de Velde errichtete 1902 / 1903 das berühmte gelbe Haus, die Jugendstil-Villa Esche, in dem auch Möbel und Alltagsgegenstände von van de Velde zu sehen sind. Es zeigt heute, nach umfangreicher Sanierung und Restauration, die künstlerische und architektonische Leistung des belgischen Architekten und Vordenkers




