Allgemeines
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Dienstag, den 13. Januar 2009 um 20:51 Uhr
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Administrator
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„Historische Wasser- und Windmühlen finden als Zeitzeugen alter Technik nicht nur bei Fachleuten, sondern in breitesten Kreisen der Bevölkerung Beachtung. Die Windmühle in der Landschaft, die alte Wassermühle am rauschenden Bach werden als technische Denkmale akzeptiert. Technikromantik allein aber wird ihnen und ihrer Bedeutung nicht gerecht. Seit Jahrtausenden ist Getreidemehl eines der wichtigsten Nahrungsmittel des Menschen. Seit 2000 Jahren wurde es in Wassermühlen, seit etwa 1000 Jahren in Windmühlen produziert. Die technische Entwicklung vom Reibestein bis zur modernen industriellen Großmühle ist eine erstrangige Kulturleistung, eine der bedeutendsten Entwicklungslinien der Technik und als solche vielfältig verflochten mit anderen historischen Prozessen bis zur Gegenwart. Flügelkreuz der Windmühlen und Wasserräder der Wassermühlen sind allgemein bekannt. Schon weniger bekannt sind die Maschinen, die aus dem Korn das Mehl entstehen ließen. Und wie heute in einer industriellen Großmühle Mehl entsteht, ist der breiten Öffentlichkeit fast völlig verborgen. Bücher über Mühlen gibt es zwar viele, die meisten behandeln aber nur Teilgebiete, wie die Windmühlen, enthalten nichts über wichtige Entwicklungsstufen der Müllerei, wie Industriemühlen, oder betonen außerwissenschaftliche Aspekte, wie die Emotionen der Mühlenromantik. Einstmals besaß jedes Dorf mindestens eine Wind- oder Wassermühle. Heute können nur noch die wenigsten Städte eine intakte Mühle aufweisen und dort wo es sie noch gibt, erfreuen sich die Menschen an ihrer Existenz. Wo immer Mühlen standen, haben sie ihre besondere Geschichte, ihr individuelles Schicksal. Etwas davon zu bewahren und in die Zukunft hinüber zu retten ist eine große Aufgabe. In Deutschland kamen die ersten Windmühlen im 11. Jahrhundert auf. Die älteste Form ist die sogennante "Bockwindmühle" oder auch "Deutsche Mühle" genannt. Später kommen andere, leistungsfähigere Mühlentypen hinzu, insbesondere die "Holländerwindmühlen". Das Ende der Wind- und Wassermühlen tritt im Zuge der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert durch die Erfindung der Dampfmaschine, des Verbrennungsmotors und des Elektromotors ein. Vollautomatisierte Großmühlen bilden mit ihrer um ein Vielfaches größeren Ausbaukapazität eine übermächtige Konkurrenz.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 15. November 2010 um 13:30 Uhr